„Der Kaufmann von Venedig“ ist ohne Zweifel das kontroverseste Stück Shakespeares. Das Drama um den Kaufmann Antonio und seinen Gegenspieler, den jüdischen Geldverleiher Shylock, hat zu allen Zeiten irritiert und provoziert.

Was dem Autor fern lag, war das rassistische Klischee zu bedienen. Vielmehr verkörpert Shylock in Shakespeares imaginärem, kosmopolitischem Venedig das Fremde, das Andere. Und bezahlt dafür mit der Ablehnung aller. Doch diese gilt mehr seiner Profession als seiner Religion. In diesem Venedig ist seine Missachtung der nirgends und von niemandem in Frage gestellte Konsens. Zum Vorwurf macht ihm die dekadente, materialistisch denkende Oberschicht allerdings vornehmlich das, was sie selbst am besten kann: den Handel um des Profites willen. Am Ende sind Shylock und Antonio, der Kaufmann, die Verlierer, in dieser Komödie mit ganz viel tragischem Potential.

Ab dem 28. Juni 2018 auf der Bühne der Schlossfestspiele.

Schlossfestspiele 2018: Kaufmann

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